Tanztherapie

 In jeder Seele gibt es Untiefen und dunkle Stellen. Wir verwenden im Lauf unseres Lebens viel Zeit und Energie darauf, diese dunklen Bezirke zu verdecken oder zu umschiffen, anstatt das Dunkel zu erhellen und das einzigartige Spiel von Licht und Schatten zu genießen.

In der Psychotherapie geht es darum, die unterschiedlichen Facetten unseres Seins zu erforschen und kennen zu lernen. Es geht darum, in die eigene Geschichte einzutauchen und Worte und Bilder zu finden für Unsagbares und Unsichtbares.

Im Tanz können sich Akteur und Zuschauer begegnen. Die Bewegungen des Körpers laden zu immer neuen Assoziationen ein. Tanz verleiht innerem Empfinden einen sichtbaren und spürbaren Ausdruck. Der Tanz ähnelt in seiner Dreidimensionalität und Flüchtigkeit dem Leben selbst.

Die psychotherapeutische Tanztherapie verbindet die Theorie der Tiefenpsychologie mit Konzepten des Tanzes. Wie die Psychotherapie sucht besonders der zeitgenössische Tanz Möglichkeiten, das Unsichtbare, das Unsagbare, das Begrenzende, das Grenzenlose darzustellen. Im Tanz und in der Psychotherapie geht es um Begegnung und Anerkennen.

In der psychotherapeutischen Tanztherapie hat der Tanz sowohl eine aufdeckende wie ausdrückende Funktion. Er unterstützt als kreatives künstlerisches Medium die Wahrnehmung innerer Konflikte, macht Verdrängtes erlebbar und erweitert die eigenen Gestaltungs- und Handlungsmöglichkeiten.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.